Die schlimmsten Öko-Sünden im Büro …. Wir nehmen uns unter die Lupe!

Utopia hat gerade mal wieder einen super interessanten Artikel zu den schlimmsten Ökosünden im Büro veröffentlicht (https://www.utopia.de/magazin/oeko-suenden-im-buero). Das haben wir zum Anlass genommen, unseren eigenen Alltag kritisch unter die Lupe zu nehmen.

07:30 Uhr: Mit dem Auto zur Arbeit fahren
Unser Team besteht aus begeisterten Fahrradfahrern, jetzt im Winter ist ein Teil von uns auch mit der Bahn unterwegs, ein Teil fährt auch in den Wintermonaten mit dem Rad und der Rest, ja der hat Glück und erreicht unser Büro sogar fußläufig. Denn mit Auto ins Büro ist für uns alle keine Alternative.

08:00 Uhr: Strom aus Kohle- und Kernkraft beziehen
Wir beziehen in unserem Büroräumen Strom von Naturstrom, insofern können wir zwar erstmal ruhigen Gewissens das Licht anschalten, versuchen dennoch weitestgehend Strom zu sparen – d.h. auch Licht aus in Räumen, in denen wir uns nicht aufhalten und Steckdosenleisten mit Kippschaltern, wo es möglich ist.

08:10 Uhr: Konventionellen Kaffee und Tee trinken

Kommt für uns nicht in Frage. Wir kaufen Fair Trade Kaffee und auch unser Tee stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau.

08:15 Uhr: Zwischen giftigen Möbeln arbeiten

Unsere Regale und Schreibtische sind großenteils gute Upcycling-Stücke. Unsere Schreibtische beispielsweise stammen aus alten Euro-Paletten.
Sicherlich haben wir noch einige konventionelle Möbelstücke, da es uns auch nicht ökologisch erscheint, alte Möbelstücke einfach wegzuschmeißen und durch FSC- oder Upcycling-Möbel zu ersetzen. Grüne Pflanzen aus zweiter Hand sorgen außerdem für frische Luft.

10:40 Uhr: Druckerpapier aus Regenwaldzerstörung verwenden
Wir versuchen möglichst wenig Papiermüll zu erzeugen, dennoch brauchen wir viele Unterlagen wie z.B. Mietverträge mit den Locations, Kooperationsverträge und Anmeldedaten unserer Aussteller auf „beständigem“ Papier.
Daher ist für uns ganz klar:
1. Fehldrucke heben wir auf und verwenden diese als Schmierpapier.
2. Wir drucken im Büro zu 100% auf Recyclingpaper.

10:42: Schadstoffe aus dem Kopierer freisetzen
Unser Laserdrucker steht in einem gesonderten Raum – genau genommen in unserem Flur, damit wir nicht ganztägig Feinstaub einatmen müssen.
Wir haben einen Blauen-Engel-Drucker, jedoch ist uns bewusst, dass die Farben dennoch ein Problem bleiben.

12:30 Uhr: Fast Food und Coffee To Go in der Mittagspause
Ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben zwei mobile Herdplatten und kochen mittlerweile jeden Tag selbst: und das zu 100% in bio, 100% vegan und möglichst regional und saisonal. Wir haben eine „Köchin aus Leidenschaft“, die in der schnellen gesunden Küche eine prima Ablenkung vom allgemeinen Arbeitsstress sieht.
Neben einem guten Essen hat das noch einen weiteren positiven Effekt: Unsere gemeinsamen Essen tragen sehr zur Teambildung bei, wir genießen diese sehr und wollen uns nicht mehr davon trennen.

13:15 Uhr: Alles in einen Mülleimer werfen
Wir wissen, dass das teilweise problematisch auf unseren Veranstaltungen ist, aber im Büroalltag können wir mit gutem Beispiel vorangehen. Am Schreibtisch stehen für jeden Papiermülleimer – in der Küche wird der restliche Müll getrennt. Gläser gehören in den Glascontainer, sogar Küchenabfälle werden von unserer Küchenchefin in die Biotonne gebracht.

13:20: Stromfresser verwenden
Auch hier ist klar, Neuanschaffungen werden von uns im Vorfeld genau abgewogen. Dennoch gilt bei uns auch folgendes Prinzip: keine Neuanschaffung, bevor das Gerät nicht kaputt ist, da die Entsorgung und neue Herstellung mit einem enormen Energieaufwand verbunden sind. So steht z.B. in unserer Küche ein gebrauchter Geschirrspüler, vielleicht nicht mit der allereffizientesten Energieklasse, aber dennoch zu gut, um ihn jetzt schon zu entsorgen.

14:05: Falsch lüften
Im Winter gilt für uns, die Frühschicht lüftet einmal quer, indem alle Fenster aufgerissen werden, zwischendurch natürlich auch nur Stoßlüften – dabei bleibt die Heizung aus. Und, der letzte der geht, dreht die Heizkörper runter.
Insgesamt heizen wir nur mäßig, bei uns muss zwar keiner frieren, aber wie in der „Karibik“ fühlen wir uns auch nicht im Büro, und so tragen wir alle meist einen flauschigen Pullover.

14:50 Uhr: Kapselkaffee trinken
Sowas gibt es bei uns im Büro nicht. Bei uns gibt es den klassischen Kaffeeaufguss, wie bereits oben schon beschrieben, natürlich in Fair Trade. Aber wir trinken sowieso mehr frischen Ingwertee. Und wenn das Verlangen nach Kaffee doch zu groß wird, der Kaffee aber leer ist, wird Kaffee aus dem kleinen Fair-Trade-Kaffeeladen gegenüber geholt – To Go in eigener Tasse 🙂

15:15 Uhr: Geld bei konventionellen Banken anlegen
Wir haben ein Geschäftskonto bei der GLS Bank, was uns auch sehr wichtig ist. Gerne prüfen wir auch mal unsere Aussteller auf Herz- und Nieren und schauen, wo sie ihr Geschäftskonto haben – die Auswahl ist vorhanden, wie wir auch immer auf dem Heldenmarkt zeigen.

15:40 Uhr: Wasser aus Plastikflaschen trinken
Wir sind begeisterte Teetrinker, aber wenn wir Wasser trinken, dann ausschließlich Leistungswasser. Hierfür haben wir für optimale Trinkqualität einen Wasserfilter einsetzen lassen.

16:05 Uhr: Büromaterial bei Amazon bestellen
Auch wir haben schon mal die eine oder andere Bestellung bei Amazon getätigt, wenn es wirklich nicht anders ging – aber wir versuchen dennoch so weit wie möglich, Amazon zu vermeiden. Unsere Büromaterialien beispielsweise bestellen wir grundsätzlich bei Memo.

17:20 Uhr: Energie verschwenden
Und auch das haben wir zuvor schon beantwortet: Geräte aus, die wir nicht brauchen, mäßig heizen und nachts die Heizung ganz aus.

Fazit:
Wir sind sicherlich nicht perfekt, versuchen aber, möglichst ökologisch zu leben – nicht nur privat, sondern auch im Arbeitsalltag. Uns treiben die Dinge an, die wir auf unseren Veranstaltungen zeigen: Nachhaltigkeit fängt im persönlichen Umfeld an und bedeutet keineswegs nur Verzicht, sondern vielmehr Neuorientierung und kann Spaß machen, wie man z.B. an unseren gemeinsamen Mittagspausen sieht.