Der Name “Carrotmob” hat seinen Ursprung im amerikanischen Begriff für Zuckerbrot und Peitsche: “carrot and stick”. Die Karotte symbolisiert eine Belohnung und “mob” steht für eine spontane Massenversammlung. Die Idee dahinter ist simpel: Mehrere Verbraucher shoppen für den guten Zweck und kaufen Einzelhandelsgeschäfte leer, die sich ökologisch korrekt verhalten. So wird Einkaufen zum Polit-Happening mit Eventcharakter. Der zusätzliche Umsatz des Geschäfts dient dabei als Belohnung für klimafreundliches Handeln. Hinter der unkonventionellen Powershopping-Aktion steckt der Gedanke, die Macht der Kunden zum Schutz der Umwelt einzusetzen.
Vor einem “Carrotmob” machen die Umweltaktivisten über Plattformen und soziale Netzwerke im Internet auf das Vorhaben aufmerksam und mobilisieren Anhänger für ihre Aktion. Auch Geschäftsinhaber können dort in Bieterwettstreit um den nächsten “Carrotmob” treten. Den Zuschlag erhält das Geschäft, das bereit ist, den größten Teil der Einnahmen für klimaschonende Maßnahmen aufzubringen. (Text ZDF/Auslandsjournal)
Manch einer mag durchaus zweifeln, welchen Sinn solche Inzenierungen haben. Doch mit dieser Form des gezielten Konsums wird endlich einmal sichtbar, welche Macht wir Konsumenten haben.
Unter carrotmob.de werden die deutschen Aktionen kommuniziert.