Heldenmarkt – Messe für nachhaltigen Konsum

Gemüsegemeinschaften für Berlin

01 Feb

Immer mehr Menschen schenken der Herkunft und Qualität ihrer Lebensmittel größere Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird die Lage der Landwirte schwieriger, weil die Anforderungen an das Aussehen und die Größe von z.B. Mohrrüben und Tomaten und der Druck des Handels ein wirtschaftliches Überleben vieler Höfe schwer machen. Dennoch gibt es neue Formen, Landwirtschaft so zu betreiben, das auf unterschiedliche Weise den gesellschaftlichen Anforderungen und den Bedürfnissen von Landschaft und Boden Rechnung getragen wird. Eine dieser Möglichkeiten ist es, Gemüse-Versorger-Gemeinschaften zu bilden.

Gemüsegemeinschaften (CSA – Community supported Agriculture) sind eine Form der Direktversorgung, mit der ein Teil der Ernte von einem festen Personenkreis zu einem festen Preis pro Monat abgenommen wird. Dazu gehört auch eine Mithilfe bei Organisation und Anbau. Deutschlandweit arbeiten bereits mehr als 20 Höfe nach diesem Modell.

Wer sich im Raum Berlin für dieses System interessiert ist herzlich eingeladen zu folgenden Infoveranstaltungen:

Sonntag, 12. Februar 2012, 14:30 Uhr
Sauvage
Pflügerstraße 25
12047 Berlin-Neukölln

Mittwoch, 15. Februar 2012, 18:00 Uhr
Nachbarschaftstreff Rostocker Straße
Rostocker Straße 32 b
10553 Berlin-Moabit

Sonntag, 19. Februar 2012, 16:00 Uhr
Gemeinschaftsraum Wohnungsbaugenossenschaft “Bremer Höhe”
Buchholzer Straße 16
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

Weitere Termine, nach Stadtteilen geordnet und laufend aktualisiert, sind unter  www.freiräume.org/termine aufgeführt.

(Dieser Beitrag wurde von www.bio-berlin-brandenburg.de übernommen)

Behörde ignoriert Bioschwindel

17 Jan

Ein neues Geschäftsjahr hat begonnen. Die Dinge vom letzten Jahr sind weitestgehend aufgearbeitet, der Schreibtisch ist noch jahresanfänglich licht. Eine Sache jedoch beschäftigt uns immer noch ohne befriedigendes Ergebnis: Zum 3. Heldenmarkt hat uns die Berliner Firma Select Catering unzertifizierte Metro-Ware als Bio verkaufen wollen. Vielen Dank an Benjamin J. Richter vom Restaurant Pappa e ciccia, der uns darauf aufmerksam gemacht hat und damit den Schaden erheblich begrenzt hat.

Wir haben diesen Vorfall an die zuständige Behörde (Ref. 32 Sachgebiet Ökologischer Landbau des Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg) weitergeleitet, inklusive belastendem Fotomaterial, da wir der Überzeugung sind, dass solch vorsätzlich betrügerisches Handeln auf jeden Fall Konsequenzen haben muss. Doch leider weit gefehlt: Unsere E-Mails an die Behörde blieben unbeantwortet. Auf mehrere telefonische Nachfragen zum Stand der Ermittlungen erhielten wir nur sehr vage Auskünfte: „Ja, man müsse da mal was machen. Der Fall liegt noch auf meinem Tisch. Vielleicht kümmere ich mich nach meinem Urlaub darum”. Diese Art von Vergehen schien der Behörde völlig gleichgültig zu sein. Auf unsere konkrete Frage, welche Strafen man bekommt, wenn man mit Bio wirbt, aber konventionell liefert, bekamen wir keine Antwort.

Fazit: Solch ein betrügerisches Handeln hat scheinbar keinerlei Konsequenzen. Damit schlägt die Behörde allen ehrlichen und zertifizierten Betrieben direkt ins Gesicht. Die Dame am Telefon konnte unsere Wut überhaupt nicht verstehen. Man könne doch zufrieden sein, dass sich das Unternehmen mittlerweile sogar habe zertifizieren lassen. Wir hoffen, der Wandel vom Unternehmer, der Bio als Marketinginstrument missbraucht hat, zu einem echten Bio-Caterer kam aus Überzeugung.

Allen “echten” Heldinnen und Helden wünschen wir von Herzen Gesundheit, Erfolg und Gelassenheit für 2012.

NEU: Bio-Gemeinschaftsstand auf dem Heldenmarkt

19 Okt

Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin/Brandenburg (FÖL) ruft seine Mitglieder sowie Interessenten auf, sich auf einem Bio-Gemeinschaftsstand am 19./20. November in Berlin zu engagieren. Auf einem 180 qm großen “Marktplatz regionaler Bio-Vielfalt” soll dem Besucher kommuniziert werden, dass regionale und im Optimalfall saisonale Bio-Produkte eine grundlegende Komponente eines nachhaltigen Lebensstils sind und dass es diese Bio-Produkte neben dem Bezug über Direktvermarkter nur im Fachhandel gibt. Interessierte melden sich am besten direkt beim FÖL unter Telefon: (030) 28 48 24 32, Ansprechpartnerin ist Julia Lesmeier (j.lesmeister@foel.de).

BIO COMPANY wird Heldenmarkt-Premium-Partner

23 Jun


Die Bio-Marktkette BIO COMPANY ist Premium-Partner des nächsten Heldenmarkt am 19./20. November 2011 in Berlin.

Mit 20 Filialen ist die BIO COMPANY Marktführer in der Bio-Hauptstadt Berlin. Seit über 10 Jahren setzt das Unternehmen Maßstäbe beim Vertrieb von Bio-Produkten und legt den Fokus der Tätigkeiten konsequent auf den Vertrieb von Erzeugnissen Brandenburger Bio-Landwirte und Bio-Erzeuger.
Auf einer großzügigen Ausstellungsfläche wird sich die BIO COMPANY mit mehreren ihrer regionalen Aussteller präsentieren, wenn der
Heldenmarkt im November bereits zum vierten Mal seine Tore für alle öffnet, die Interesse an einer fairen und ökologischen Lebensweise haben.
„Der Heldenmarkt entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer lokalen Referenz für Nachhaltigkeit – diese Entwicklung unterstützen wir gern“, so Georg Kaiser, Geschäftsführer der Biolebensmittelkette.

Demo für eine andere Agrarpolitik

18 Jan

Ein breites Bündnis aus Umwelt- und Bioverbänden, Tierschutz- und Eine-Welt-Organisationen ruft anlässlich der Grünen Woche 2011 zur Großdemo gegen die derzeitige Agrarpolitik von Regierung und EU auf. Unter dem Motto „Wir haben es satt!” wird von der Politik ein Richtungswechsel gefordert: Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten – Ja zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft und fair produziertem Essen.
Schon vor Beginn der Demo gibt es am
Freitagabend, 21.01. die Auftaktveranstaltung in der MarkthalleIX:
17 Uhr_Empfang der ersten DemoteilnehmerInnen mit lecker Gemüsesuppe!
Das Stadtgartenkollektiv Prinzessinnengärten kocht für „Wir haben es satt!“
17:30 Uhr_Marktgespräch: Machtkampf ums Essen – Bäuerliche Landwirtschaft contra Agrar-Industrie. Gespräch mit Nnimmo Bassey aus Nigeria, Träger des Alternativen Nobelpreises
ab 19 Uhr_Live-Musik und Bier
Samstagmorgen, 22.01. das Bauernfrühstück -  ebenfalls in der MarkthalleIX:
08 Uhr_Bauernfrühstück mit Jazz. Regionale Erzeuger bekochen die Gäste der Demo mit einem leckeren Bauernfrühstück
10 Uhr_Aufbruch zur Demo – mit der S-Bahn ab Warschauer Straße oder Ostbahnhof.
Das ganze Demo-Vorprogramm gibt’s hier.

Berliner Sommer-Carrotmob

09 Jul

Am Sonntag den 11. Juli findet in der 4. Carrotmob in Berlin statt. Die Sommer-Edition widmet sich in einigen Tagen dem Thema Eis (100% Bio Qualität). In der Joachim-Friedrich Str. 24 in Charlottenburg darf am Sonntag Nachmittag fleissig genascht werden.
Die Betreiber der Eisdiele Vanilla & Co werden 100% des Umsatzes in energiesparende Kühltechnik investieren. Dazu wurde eigens im Vorfeld eine Energieberatung durchgeführt um zu sehen, wo die Handlungsspielräume liegen. Organisiert wurde das Ganze von der BUND Jugend Berlin.

Datum: Sonntag 10. Juli ab 14:00 Uhr
Ort: Vanilla & Co, Joachim-Friedrich Str. 24

Immer wieder Sonntags

25 Feb

Eine gute und eine schlechte Nachricht.
Das Angebot an nachhaltiger Bekleidung in Berlin wird leider demnächst etwas geringer werden. Einer der Pioniere der Szene, der Laden Everyday is like sunday in Kreuzberg, schließt leider seine Pforten. Die Betreiber haben sich in den Ferien in eine andere Stadt verliebt und kehren demnächst der Hauptstadt den Rücken.
Nun die gute Nachricht: Allen, die auf der Suche nach Kleidung aus nachhaltiger Produktion sind, bietet Everyday is like sunday nun besonders günstige Angebote im BIG SALE. Vielleicht ist dies dem ein oder anderen Anreiz endlich mal den Laden zu besuchen. Aber besser nicht zu lange warten, sonst steht Ihr vor lehren Regalen.

Öko Weihnachtsbaum

02 Dez

Die Frage der Sinnmäßigkeit für 2 Wochen im Jahr einen mehrjährigen Baum zu fällen, soll hier nicht diskutiert werden. Der “Tannebaum” gehört zum deutschen Kulturgut, das bestätigt auch der Verkauf von jährlich 25 Millionen Weihnachtsbäumen in Deutschland.

Wo man einen Baum aus nachhaltiger Forstwirtschaft in BIO oder FSC Qualität bekommt, beantwortet die aktuelle Webseite von Robin Wood. Hier findet man eine ausführliche Liste mit Anbietern aus ganz Deutschland, teilweise auch mit Gelegenheiten zum selbst fällen.
Vorteil: Man kauft keinen Baum, der extra aus dem Ausland angefahren wurde. Und kann bei der Gelegenheit oft auch gleich ein Stück Wildfleisch aus heimischem Forst erwerben.
Nachteil: Man muss selbst mit dem Auto in den Wald fahren, was nur Sinn macht wenn der “korrekte”  Baum nicht allzu weit weg zu beziehen ist.