Ich kann mich noch gut daran erinnern, als vor ca. 1,5 Jahren Trigema, eines der letzten deutschen Textilunternehmen, dass auch in Deutschland fertigt, eine cradle to cradle Faser auf den Markt brachte. Verdammt! Endlich. Schwarze Baumwoll T-Shirts die man hätte essen können, so “grün” waren die. Das einzigste Problem war der Schnitt der T-Shirts. Das Design war, diplomatisch gesagt “oldschool” zu deutsch: altmodisch und unmodern.
Es passte also nicht so recht zu den modernen und jungen sogenannten Lohas, die laut aktueller Studien schon 30% der deutschen Bevölkerung durchsetzen. Ebenso wenig paßte der Chef von Trigema, Wolfgang Grupp, ins Bild der Fashion Week. Wie aus einer anderen Welt schien dieser unter den hippen Jungdesignern in seinem klassischen Zweireiher mit Einstecktuch und Kravatte. Er hatte Klasse, das mußte man schon sagen. Nicht zu vergessen der lederne schwarze Aktenkoffer mit den goldenen Schnappschlössern. So sah ein erfolgreicher Geschäftsmann aus dem Westdeutschland der 80iger Jahre aus.
Schon damals fragte ich mich, warum denn niemand aus dem Kreise der jungen Designer mit Ihm zusammen eine Kollektion mit etwas mehr Zeitgeist produzieren würde. Denn Potential war ja vorhanden.

Aber nun ist er da, der Zeitgeist in der neuen Trigema Kollektion “Change”. Mona Ohlendorf hat es geschaft Herrn Grupp zu überzeugen. Ab dem 27.09.2011 ist die Kollektion mit zeitlosen Basics offiziell auf dem Markt. Vorerst jedoch nur über den Online-Shop verfügbar. Wenn es gut läuft, dann gibt es im kommenden Frühjahr aber sogar einen eigenen Laden in Berlin-Mitte. Hurra, hier kommt endlich die deutsche Antwort auf American Apparel! Das warten hat sich gelohnt.






















