Auf dem Heldenmarkt werden Sie viele Produkte mit unterschiedlichen Siegeln antreffen. Im folgenden finden Sie nähere Informationen zu den einzelnen Siegeln. (Diese Seite wird nach und nach erweitert)
Fairtrade-Siegel
Das unabhängige Fairtrade-Siegel (ehem. Transfair) wird in Deutschland von der Siegelorganisation TransFair e.V. vergeben. Der gemeinnützige Verein wird von verschiedenen Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung, Umwelt und Soziales getragen.
Auf internationaler Ebene ist er der Dachorganisation Fair Trade Labelling Organizations International (FLO) angeschlossen, die in Zusammenarbeit mit nationalen Initiativen und den Produzenten, für die verschiedenen Produktgruppen einheitliche Fair-Handelskriterien festlegen.
Grundlage für die Kennzeichnung mit dem Fairtrade-Siegel sind im Wesentlichen die folgenden, international geltenden Kriterien des Fairen Handels:
- Förderung benachteiligter kleinbäuerlicher Familien und deren Selbsthilfe-Initiativen
- Zahlung von über dem Weltmarktniveau liegenden Mindestpreisen an die Produzentengruppen sowie einer zusätzlichen Fairtrade-Prämie für Projekte
- Verbot von illegaler Kinderarbeit und Einhaltung international geltender Arbeitsschutz-Richtlinien
- Direkter Einkauf bei den Produzentengruppen unter Ausschluss von Zwischenhändlern
- Kleinbauern und Arbeiter bestimmen selbst über die Erlöse aus dem Fairen Handel
- Gewährleistung einer Vorfinanzierung
- Aufbau bzw. Vereinbarung langfristiger Lieferbeziehungen (Text und Bild Transfair)
GOTS (Global organic textil standard)
Diese Siegel für Naturtextilien wird von der International Working Group on Global Textile Standards vergeben. Aus mindestens 90% Naturfasern muss ein Produkt bestehen, wenn es das GOTS-Label tragen soll, höchstens 10% dürfen synthetische Fasern oder Viskose sein.
Lediglich für Socken, Leggins und Sportbekleidung dürfen bis zu 25% synthetische Fasern eingesetzt werden. Unabhängig davon müssen insgesamt mindesten 70% der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft (kbA oder kbT) stammen. (Text und Bild IVN-Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.)
Made-By
MADE BY ist ein unabhängiges Verbraucherlabel für Modemarken und -händler, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen in der Produktionskette ihrer Kollektionen verbessern und diese Ketten transparent machen möchten. Die Mission von MADE BY ist es, Kleidung, die auf nachhaltige Art und Weise hergestellt wurde, zum Allgemeingut zu machen. Das MADE-BY-Label gibt Verbrauchern die Sicherheit, dass eine Marke bereits alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um mit Respekt vor Mensch und Umwelt zu produzieren.
Dabei berät und unterstützt MADE BY auch Modeunternehmen bei der schrittweisen Verbesserung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen der gesamten Produktionskette ihrer Kollektionen.
Einzigartig ist das Track&Trace System von MADE BY. Über den MADE-BY-Code in Ihrer Kleidung erfahren Sie, wo Ihr Kleidungsstück durch wen hergestellt wurde.
Auf diese Weise stoßen die Marken von MADE-BY die Tür zum Herstellungsprozess weit auf. Sie können jedoch nicht garantieren, dass ihre gesamte Bekleidung zu 100% auf ökologische und faire Weise produziert wird. Ein Kleidungsstück durchläuft dutzende Stadien, bevor es im Laden hängt und die Marken verfügen weder über Macht noch Mittel, um alle Schritte für die gesamte Kollektion auf einen Schlag zu verändern. Sie zeigen jedoch mittlerweile, wie weit sie gekommen sind. (Text und Bild MADE BY)
FSC-Forest Stewardship Council
Der FSC (Forest Stewardship Council) wurde 1993 in Folge des Umweltgipfels von Rio ins Leben gerufen. Der FSC ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation, die sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche und ökonomisch tragfähige Nutzung der Wälder unserer Erde einsetzt. Die Organisation wird weltweit von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Interessensvertreter indigener Völker, sowie zahlreichen Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft unterstützt. Der FSC ist für jedermann offen, der ein Interesse an den Wäldern dieser Welt hat.
Durch FSC-Standards wird festgelegt, welche ökologischen und sozialen Minimumstandards bei der Bewirtschaftung von Wald eingehalten werden müssen. Die Einhaltung dieser Standards wird jährlich durch unabhängige Prüfer (Zertifizierer) bei jedem Waldbesitzer überprüft. Erst nach bestandener Prüfung kann ein Eigentümer Holz mit dem FSC-Siegel kennzeichnen und entsprechend vermarkten. Im Rahmen der Weiterverarbeitung wird durch weitere Prüfungen sichergestellt, dass FSC-Holz nicht unerlaubt mit nicht-zertifizierten Hölzern vermischt und gekennzeichnet wird. Der FSC stellt somit ein Siegel zur Verfügung an dem der Verbraucher verantwortungsvolle und überprüfte Waldbewirtschaftung erkennen kann. (Bild und Text FSC Deutschland)
STEP
Das Label STEP wurde am 26. Oktober 1995 von den Entwicklungsorganisationen Brot für alle, Caritas, Erklärung von Bern, Fastenopfer und Swissaid sowie von der Schweizerischen Interessengemeinschaft Sauberer Orientteppichhandel (IGOT) gegründet. Seit 1. Januar 2007 ist Label STEP eine eigenständige Geschäftseinheit innerhalb der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz).
Das Label STEP engagiert sich für gute Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Produktionsgebieten von handgefertigten Teppichen, insbesondere der Knüpferinnen und Knüpfer, bekämpft missbräuchliche Kinderarbeit und setzt sich für die Förderung ökologisch verträglicher Teppichherstellungsverfahren ein.
Zur Umsetzung dieser Ziele überprüft Label STEP regelmäßig die Produktionsstätten seiner Lizenznehmer und achtet auf die Einhaltung fairer Bedingungen. Dazu ist Label STEP in allen wichtigen Teppichherkunftsländern vor Ort: in Afghanistan, Indien, Iran, Kirgistan, Marokko, Nepal, Pakistan und in der Türkei. (Text und Bild STEP)
LABEL STEP - FAIRER HANDEL MIT HANDGEFERTIGTEN TEPPICHEN Das Fair Trade-Label STEP zeichnet Teppichhändler aus, die sich zu sozialem Engagement gegenüber Teppicharbeiterinnen und -arbeitern verpflichten: . für gute Arbeitsbedingungen und umweltfreundliche Herstellungsmethoden . für faire Einkaufspreise und gerechte Löhne . gegen missbräuchliche Kinderarbeit . für unabhängige Kontrollen der Produktion Diese Vorgaben des fairen Handels gelten nicht nur für einzelne handgefertigte Teppiche eines Label STEP-Lizenznehmers, sondern für sein gesamtes Sortiment an handgefertigten Teppichen. Die Lizenznehmer sind verpflichtet, Label STEP ihre gesamten Einkäufe und Lieferketten offenzulegen, Kontrollen zuzulassen und wenn nötig Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. www.label-step.org





